Wieder zu Hause angekommen, wurden den nun im Schlag sitzenden Tauben die Hülsen abgenommen und die Brieflein in die entsprechend adressierten Couverts gesteckt. Den restlichen Weg zu den Adressaten, musste dann halt doch die Post übernehmen.

Die Kinder hatten schnell begriffen, dass die Tauben ja nicht lesen können und auch keine von uns Menschen erfundene Adresse finden. Aber dass sie Botschaften aus einem beliebigen Ort zu ihrem Heimatschlag bringen, hat sie doch fasziniert.

Mit dieser Erkenntnis ging der Nachmittag zu Ende und die Kinder gingen sicher mit einer guten Erinnerung nach Hause.

Im Jahre 2004 hat Edith Müller acht solche Nachmittage mit ca. 60 Kindern in kleineren oder grösseren Gruppen durchgeführt. Vielleicht denkt das eine oder das andere in zehn, zwanzig oder dreissig Jahren wieder daran und findet so Zugang zu unserem Hobby.

Ich bin auf jeden Fall überzeugt, dass Edith Müller auf diese Weise einen grossen Beitrag zur Nachwuchsförderung beiträgt. Dieser Meinung ist auch der gesamte Vorstand des SBV und es wurde deshalb beschlossen, an der nächsten Delegiertenversammlung Edith Müller mit einer schönen Wappenscheibe zu beehren.